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Bayerns Almen

Die Alm




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Es ist sehr früh und still im Berge. Ein weißer Schleier trübt die Sicht. Eh sich am Grat ein Leuchten meldet - bald tritt hervor das Sonnenlicht. Wenn dann die mächtig hohen Lärchen im Glanz der gold´nen Sonne steh´n. Beginnt das Grün - man meint - zu brennen und auf der Alm wird´s mystisch schön. Er ist noch feucht, der "Kräutergarten", wie es ihn so im Tal nicht gibt. In diese Pflanzenwelt der Berge, sind Mensch und Tier vereint verliebt. Was wären nur die schönen Almen ganz ohne ihrem weißen Gold? Doch dieses Gold heißt: Harte Arbeit! Und´s Glück ist auch nicht immer hold. Kurz ist der Sommer, hart der Winter, wo Arnika und Enzian blüht. Als Kühlschrank dient das fließend Wasser - weil´s Luxus nur im Tale gibt.
Vom Sonnenschein bis hin zum Nachtfrost. Vom Schnee der rasch Gefahren bringt. Das Almenwetter ist oft launisch - und störrisch wie so manches Rind. Es blaut der Himmel über Gipfeln. Almseligkeit - ein Stück vom Glück. Ist es auch kurz, das Almenleben, kommt es doch jedes Jahr zurück. Frei wie ein kunterbunter Falter - frei wie ein kecker Schmetterling, genieße ich die stille Almwelt - genieß´ ich hier des Lebens Sinn.

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Oberbayernpage bezeichnet das Sömmerungsgebiet, die während der Sommermonate benutzten Bergweiden, Wirtschaftsgebäude und sonstige Infrastruktur mit eingeschlossen, als Flurform. Daneben bezeichnet bair. Alm, alemann. Matte die zum Weiden und Heuen genutzten Bergweiden und -wiesen als Vegetationsgesellschaft.

Im weiteren Sinne bezeichnet Almwirtschaft oder Alpbetrieb sowohl die Sennerei, Bergweidewirtschaft (die sommerliche Viehwirtschaft, Sennwirtschaft beim Rind und Transhumanz von Pferd, Ziege, Schaf), wie auch Acker- und Feldbau der Bergräume.


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Sennbetrieb: Die Bauersfamilie bleibt im Tal, das Vieh wird einem Senner aus der Familie oder einem Bediensteten, einem speziell zu diesem Zweck eingestellten Senner oder einem gemeinschaftlichen Senn übergeben.
Am Hof verbleiben nur kalbendes und krankes Vieh, Kälber und ein, zwei Stück Melkvieh für die Versorgung des Hofs. Typisch für diese Wirtschaftsform sind kleine, verstreut liegende Almhütten Alpbetrieb.
 
Die Hofschaft übersiedelt des Sommers geschlossen auf die Alm, am Stammhof verbleibt nur eine Sommerkraft. Typisch für diese Wirtschaftsform sind die Gruppenalmen und Almdörfer, in denen soziales Leben auch im Sommer möglich ist. Mancherorts stehen im Almdorf sogar fest gemauerte Kirchen.

Bergkapelle - Oberbayern
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In der Zeit, die das Vieh auf der Alp
verbringt, wird auf dem Niederleger das Almerheu geschnitten, an den steilen Hängen auch heute noch großteils von Hand und kaum mit Maschinen.

Außerhalb der Weidegebiete wird das Wildheuen praktiziert. Das Heu wurde früher in den Heuhütten gelagert und nach Bedarf dann im Winter als besonders wertvolles Zusatzfutter ins Tal transportiert. Dieses Heuziehen erfolgte mit Hornschlitten. Es war eine der gefährlichsten Arbeiten des alten Bergbauernlebens, mit hoher Unfall- und Todesrate.

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Die Schlitten wurden aufgrunde des mühseligen Winteraufstiegs zum Niederleger mit dem schweren Gerät so hoch als möglich aufgetürmt und wogen leicht mehr als eine Tonne. Von einem Mann gelenkt, der zweite hinten als Bremser, war die Talfahrt ein nur mühsam zu kontrollierendes Unternehmen.

Zusätzlich war man auf ausreichenden Schnee angewiesen, und die beste Heuzieherzeit war die, die heute als höchste Lawinenwarnstufe gilt, nämlich sehr viel in kürzester Zeit gefallener Schnee. Er bietet Führung, ohne den Schlitten zu sehr zu bremsen, und vielleicht liegenzubleiben. Daher war die Zahl der Lawinenopfer beim Heuziehen wohl ähnlich hoch wie die der von Schlitten überrollten oder im Gelände abgestürzten.

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Milch - Weide - Oberbayern


Oberbayern PageAlmbewirtschaftungdurch Jausenstationen ist eine wichtige Einnahmequelle der ansässigen Bergbauern. Sie muss hinsichtlich der Dauer in ganzjährig und saisonal unterteilt werden. Saisonalalmen sind in den traditionellen Almbetrieb eingebunden. Dann wird auch ein Teil der erzeugten Waren - abgesehen vom Eigenverbrauch - für die Jausenstationen dabehalten und nur der übersteigende Teil weitergegeben.

Ganzjähriger Fremdenverkehr geht oft mit einem Abschied von Viehwirtschaft einher, um die touristische Infrastruktur aufrechterhalten zu können. Ihr Vorhandensein ist für Bergwanderer insbesondere in abgelegenen Lagen von entscheidender Bedeutung.



Bayern

Schlitten - Oberbayern




Almen
Die Almen sind zuerst landwirtschaftliche Betriebe, die touristische Funktion ist ein Nebeneffekt! Um eine Alm klar von einer Berggaststätte, Jausenstion oder Berghütte abzugrenzen, hat der Almwirtschaftliche Verein Oberbayern folgende Kriterien festgelegt, die eine Alm erfüllen muss:
●Eine Sennerin oder ein Senn kümmert sich auf der Alm um das Vieh und verarbeitet die Milch vor Ort zu Butter und Käse. Es gibt kein     zusätzliches Personal!
●Die Bewirtung erfolgt mit eigenen Produkten ( Milch, Butter, Käse-,Speckbrot,...)

●Eine Bewirtung erfolgt nur während der Auftriebeszeit, also gewöhnlich von Mitte Juni bis Ende September
●Die Hütten haben keine Anbauten oder Vergrößerungen für zusätzliche Sitzplätze
●Es gibt keine Fahrmöglichkeit für Besucher oder Lieferanten
●Es erfolgt keine Werbung

Bayerische Almen


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Bei jeder Wanderung in den Almen kommt der Punkt, wo Sie sich eine Rast wünschen. Nach einem sportlichen Aufstieg durch kühle Wälder, die nach Nadelbäumen und Pilzen duften, vorbei an rauschenden Wasserfällen und blühenden Wiesen ist der Zeitpunkt gekommen. Der Magen knurrt, die Knie tun weh und das T-Shirt ist verschwitzt. Gibt es in dieser Situation etwas Schöneres als den Anblick einer Almhütte in Bayern?

Als Almabtrieb, bezeichnet man im Alpenraum die Überführung des Viehs von den Bergweiden ins Tal, wo es in den Stallungen der Bauernhöfe überwintert.
 
Der Almabtrieb wird zeitlich durch das Ausbleiben des Graswachstums oder Kälteeinbrüche bestimmt und liegt regional unterschiedlich zwischen Mitte September und Mitte Oktober.



Ist der Almsommer für Mensch und Tier ohne tödliche Unfälle verlaufen, werden in vielen Gegenden die Herden für den Abtrieb kunstvoll geschmückt und der Almabtrieb mit Musik- und Tanzveranstaltungen verbunden. Diese Feste bildeten früher im September oder Oktober den Abschluss des Almlebens.

Almen Almabtrieb

Für den Kopfschmuck der Tiere wird traditionell der Almrausch oder Latschenkiefer verwendet, sowie die Silberdistel und Seidenblumen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Kranzkuh, die traditionell die Herde auf ihrem Weg in die heimischen Ställe anführt.

Sie erhält einen ungewöhnlich großen Kopfschmuck, der aufwändig aus Zweigen, Blumen, Gräsern und Bändern in Form einer Krone geflochten wird. Meist zeigt der Kranz ein Kreuz, womit um den Schutz des Himmels gefleht wird, sowie Spiegel und Glocken zur Abwehr böser Geister.

Almabtrieb

Heute ist dieser Brauch vielerorts zu einer mit Spezialitäten (Almanudeln) gefeierten Touristenattraktion geworden. Im Frühsommer meist um Pfingsten erfolgt der anschließende Auftrieb, jedoch ohne besondere Veranstaltungen. Auf Gemeinschaftsalmen erfolgt nach dem Almabtrieb im Tal der sogenannte Viehscheid, bei dem die Tiere wieder ihren Besitzern zugeführt werden.

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Almatrieb in Oberbayern

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Auf der Alp wird in der Sommersaison von wenigen angestellten Hirten Weidewirtschaft betrieben. Im Herbst erfolgt der Abtrieb ins Tal, wo das Vieh den Winter in Stallungen verbringt. Bei der Almwirtschaft muss im Sommer für das Winterfutter gesorgt werden.







 

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