Eichhörnchen im Winter
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Eichhörnchen im Winter

Für viele Menschen ist es selbstverständlich, Vögel im Winter zu füttern. Aber wie überstehen die Eichhörnchen den Winter?

Tiere überstehen die karge Winterzeit auf unterschiedliche Weise. Hamster, Fledermäuse und Murmeltiere senken ihre Körpertemperatur ab und fallen in einen Winterschlaf. Reptilien und Amphibien passen sich der Umgebungstemperatur an und fallen in eine Winterstarre.

Eichhörnchen halten nur eine Winterruhe wie zum Beispiel der Waschbär und der Dachs, ohne eine Absenkung der Körpertemperatur. Das heißt, Eichhörnchen müssen schon im Herbst für den Winter vorsorgen und Vorräte anlegen.

Eichhörnchen ernähren sich hauptsächlich von Nüssen und Samen. Sie sammeln im Herbst Bucheckern, Haselnüsse, Walnüsse, Sonnenblumenkerne und die Samen der Tannen- und Kiefernzapfen. Die Vorräte verstecken sie an mehreren Orten. Das geschieht aus Vorsicht, denn wenn ein Lager nicht mehr auffindbar oder auf Grund einer dichten Schneedecke nicht zugänglich sein sollte, kann das Eichhörnchen auf ein anderes Depot zurückgreifen. Nicht aufgefundene Vorräte lassen neue Bäume und Pflanzen entstehen. Ein einziges Eichhörnchen versteckt in seinen Winterdepots bis zu 10.000 Nüsse. Ihr Nahrungsbedarf im Winter ist hoch, da bereits im Januar die Tragezeit beginnt und die jungen Eichhörnchen im Februar geboren werden. Um den Nachwuchs gut versorgen zu können, muss das Muttertier stabil und gut genährt sein.

 

Den Eichhörnchen helfen

Der Mensch kann dazu beitragen, dass die Eichhörnchen die Winterzeit gut überstehen.

Futtermischungen können in Futterhäuschen oder Futterautomaten angeboten werden. Die speziell für die Fütterung von Eichhörnchen hergestellten Automaten verfügen über eine Verschlussklappe, durch die sie das Futter sehen können. Eichhörnchen sind in der Lage, die Klappe zu öffnen.

Für die Fütterung eignen sich: Sonnenblumenkerne, Walnüsse, Haselnüsse, Mais, Maronen, Bucheckern.
Nüsse und Samen, die in heimischen Wäldern nicht zu finden sind, sollten nicht angeboten werden. Auch Weichfutter wie Äpfel und Birnen, Mohrrüben und Broccoli können verfüttert werden. Wichtig ist, nicht nur Weichfutter anzubieten, da Eichhörnchen auf Grund ihrer Zähne unbedingt harte Nahrung wie Nüsse mit Schalen benötigen.

Empfohlen wird, die Futterstellen in der Nähe eines Baumes oder direkt am Baum zu platzieren, so dass der kleine Nager bei Gefahr schnell flüchten kann. Auch sollte sich die Futterstelle nicht direkt am Boden befinden, sondern erhöht, möglichst in der Nähe von Astgabeln befestigt werden.

Eichhörnchen benötigen auch im Winter Wasser zum Trinken. Wasser sollte in flachen Schalen neben der Futterstelle aufgestellt werden. Das zusätzliche Wasserangebot ist auch in trockenen heißen Sommern eine wichtige Unterstützung für Eichhörnchen und Vögel.

Eine große Hilfe für das Leben der Eichhörnchen im Winter können besonders die Hobbygärtner bereits im Herbst leisten. Nicht alle Samenstände müssen abgeschnitten werden, nicht alle Tannenzapfen weggeräumt werden. Sie ergeben Nahrungsquellen für Eichhörnchen und andere Kleintiere im Winter.

 

Eichhörnchenkobel aufhängen

Eichhörnchen leben bevorzugt in dichten Wäldern. Gerade in städtischen Gebieten mit geringerem Baumbestand bietet es sich an, Eichhörnchen-Kobel aufzuhängen, in denen die niedlichen Nager den Winter überstehen können. Diese sollten in einer Höhe von mindestens 10 Metern am Baum befestigt werden.

 

Fazit

Es lohnt sich doppelt, Eichhörnchen im Winter mit Nahrung und Schlafplätzen zu unterstützen. Wer den kleinen niedlichen Nagern hilft, die karge Zeit zu überstehen, kann sich immer wieder an ihrem Besuch im Garten erfreuen.

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