- Blog

Familien im zweiten Lockdown: Was jetzt wichtig ist

Es war wie ein Déjà-vu, als der zweite Lockdown bekannt gegeben wurde. Viele sehen sich erneut in einer Situation, die nur schwer zu ertragen ist. Vor allem das Konfliktpotenzial innerhalb der Familie steigt erneut.

Unsere Gesellschaft ist nicht mehr darauf ausgelegt, so viele Tage und Wochen nur zu Hause zu sein: rund um die Uhr dieselben Menschen und dann noch Kontaktbeschränkungen. Früher war das ein wenig anders. Da waren die Aufgaben klar verteilt. Es gab stets viel zu tun im Haus und Hof. Aber jetzt hat sich die Gesellschaft dahin entwickelt, dass die Hauptarbeit außerhalb des Hausstandes stattfindet. Familien sind es gar nicht mehr gewohnt, so viel Zeit auf engstem Raum miteinander zu verbringen. Daher nun ein kleiner Ausblick, wie diese schweren Wochen gut zu überbrücken sind.

Räumliche Distanz auch innerhalb der Wohnung wahrnehmen

Es ist leichter gesagt als getan – sich in diesen Zeiten aus dem Weg zu gehen, fällt schwer. Dennoch sollten klare Regeln gelten und jedem sollte eine Auszeit gegönnt werden, so denn das Bedürfnis danach erwacht. Denn nur durch eine räumliche Distanzierung lassen sich aufkeimende Konflikte im Vorfeld minimieren und Eskalationen unterbinden. Auf diese Weise ist es einfacher, einen Streit zu vermeiden. Sonst läuft man in Gefahr, dass jede noch so kleinste Kleinigkeit zum Anlass genommen wird, um in endlose Diskussionen zu verfallen.

Feste Zeiten im neuen Alltag finden

Zum Glück sind bald Ferien und diese wären ohnehin dringend nötig. Dennoch sind die Aussichten eher düster und es wird wohl wieder dazu kommen, dass der Unterricht oder die Betreuung der Kleinsten wieder daheim stattfindet. Dann wird es enorm wichtig, feste Zeiten festzulegen – sei es für die Schule oder für die Spiel- und Bastelzeiten für den Nachwuchs. Es gilt, eine Balance zu finden, die es einem ermöglicht, trotzdem möglichst viele der Pflichten zu erfüllen. Für ältere Kinder gilt dann natürlich wieder, erst die Schule dann das Vergnügen. Wobei sich das Vergnügen deutlich reduziert. Es wird sehr schwer, wenn Kinder zuvor Sport in einem Verein betrieben haben und nun auf das geliebte Hobby zum zweiten Mal verzichten müssen. Alternativen zu finden, ist nicht sehr einfach. Hier hilft nur, sich mit dem Kind zusammenzusetzen und zu überlegen, was sonst noch Freude bereiten könnte.

Solange noch offiziell Schulzeit ist, sind die Schlafenszeiten einzuhalten. Das bringt Struktur in den Tag und sichert Eltern im Homeoffice ebenfalls Zeiten für die Arbeit.

Es klingt alles recht verständlich und einfach, aber es wird vielen schwerfallen, dies umzusetzen. Das ist menschlich und niemand sollte sich Vorwürfe machen, wenn es den einen oder anderen Tag schlichtweg bescheiden läuft. Dann heißt es wieder, aufstehen, Krone richten und tapfer nach vorn schauen.

Shoppen aktuell wieder nur online

Da ein Großteil der Geschäfte geschlossen hat, boomt natürlich wieder einmal der Online-Handel. Was die Lieferungen betrifft, so dürfte es unmittelbar vor Weihnachten richtig stressig und für einige schlichtweg zu knapp werden. Es ist schon erstaunlich, was heutzutage alles online angeboten wird. Im Grunde genommen, gibt es eigentlich nichts, was nicht online bestellt werden kann. Sogar Schneeketten im Internet kaufen ist jetzt ohne Weiteres möglich. Für jene vielleicht gut zu wissen, die in einer schneereichen Region wohnen und auf anderen Wegen aktuell keine Schneeketten kaufen können.

Fazit

Augen zu und durch, so heißt das aktuelle Motto. Sehr viel mehr Lebensweisheit bleibt im Moment nicht zu sagen, denn es ist alles noch zu ungewiss. Viele werden erneut vor eine große Zerreißprobe gestellt und es sind nicht nur die Familien, die um ihre Zukunft bangen. Es bleibt am Ende nur die vage Hoffnung, dass im neuen Jahr doch noch alles gut wird.

About Mike Pabst

Read All Posts By Mike Pabst